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29.04.2018

Gymnasium Marienschule Euskirchen feiert sein 150jähriges Bestehen (2018)

Im Herbst dieses Jahres feiert in Euskirchen das Gymnasium Marienschule sein 150jähriges Bestehen. Hierauf wies ich auch schon in meinen NEWS vom 22.06.2017 hin.

Im Laufe dieser Zeit entwickelte sich die Schule von der „höheren Töchterschule“ zum modernen Ganztagsgymnasium. Zwei große Chroniken wurden seit 1978 publiziert. Kleinere Auszüge befinden sich auch meiner regionalhistorischen Homepage. Vgl. diesbezüglich auch die dort ergänzenden Links. Dass nun eine dritte Chronik im Herbst erscheint, vervollständigt die Historie des Euskirchener Gymnasiums, und unzählige Fotos werden Erinnerungen wecken.

 

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Das Lehrerfoto zum Beispiel zeigt das Kollegium des Schuljahres 1975/76. In der Mitte der vorderen Reihe erkennt man die damalige Schulleiterin Dr. Auguste Röttger, die sich um die Entwicklung der Schule sehr verdient gemacht hat und im März 1977 den päpstlichen Orden Pro Ecclesia et Pontifice erhielt.

Ein Höhepunkt, dem alle schon entgegenfiebern, ist das große Ehemaligentreffen am 22. September. Am Samstag, dem 17. November, steigt der offizielle Festakt zum 150-jährigen Bestehen. Festredner ist Prof. Dr. Paul Konrad Liessmann aus Wien.

23.04.2018

Ehrung für langjährige Erinnerungsarbeit

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Dem früheren Kapitän zur See der Bundesmarine, Peter Mohr aus Rheinbach, wurde am 19. April 2018 im Ratssaal Glasmuseum der Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes überreicht. Hiermit wurde sein langjähriges Bemühen gewürdigt, den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft bleibende Gedenkstätten zu schaffen. Der 82jährige erhielt hiermit die verdiente Würdigung für sein „ehrenamtliches Engagement und bürgerschaftlichen Gemeinsinn“. Immer wieder setzte er sich dafür ein, die Erinnerung an die Gräueltaten der Nationalsozialisten – vor allem in der Region – nicht mit einem Schlussstrich versehen zu lassen. Die Kontaktaufnahme mit vielen Zeitzeugen und die Auflistung der von jeher in Rheinbach beheimateten Juden sind anerkennenswert.

Bereits in meinen NEWS vom 11. Januar 2017 wies ich auf Peter Mohrs Versuche hin, einen wichtigen Teil der Rheinbacher Geschichte aufzuarbeiten.

In den Ansprachen lobten Bürgermeister Stefan Raetz und Notburga Kundert, stellvertretende Landrätin des Rhein-Sieg-Kreises, das Engagement von Peter Muhr, der rückblickend meinte:

„Die kleine Tafel an der Schweigelstraße, die an den Standort der früheren Rheinbacher Synagoge erinnerte, motivierte mich in den 1980-er Jahren. Sie nahm eher auf das zerstörte Gebäude Bezug und weniger auf die ermordeten jüdischen Mitbürger. Ich wollte den ermordeten Menschen, ihren Namen wiedergeben…“.

Konsequent initiierte er die 2002 eingerichtete Gedenkstätte im Innenhof des Rheinbacher Rathauses für die von den Nazis ermordeten Rheinbacher Juden. Über sein Engagement bezüglich der im Jahre 2017 eingeweihten Gedenkstätte für die 1945 hingerichteten drei jungen ukrainischen Zwangsarbeiter im Stadtpark von Rheinbach hatte ich bereits auf meiner Homepage berichtet. Vgl. Deutliches Bekennen zum NS-Verbrechen von Rheinbach – Einweihung eines Mahnmals zur Erinnerung an die Ermordung von drei ukrainischen Zwangsarbeitern

Anne Henk-Hollstein, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, die den Rheinlandtaler offiziell überreichte, erinnerte u.a. an das tragische Schicksal des mutigen Rheinbacher Friseurmeisters Karl Anton Degen, der als aufrechter Katholik auch Juden bediente und dafür im KZ landete, wo er 1943 starb. Es sei Peter Muhr zu verdanken, dass in Rheinbach dieses Schicksal nicht vergessen wird.

Zuletzt habe Mohr gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Rheinbacher für Stolpersteine“ Erinnerungssteine des Künstlers Gunter Demnig vor den ehemaligen Häusern deportierter Juden in der Stadt verlegen lassen.

19.04.2018

„Speicherfund“: Zwei Bilder des Euskirchener Heimatmalers Jean Spessart

Nur wenige Euskirchener Künstler malten ihre Heimat und deren Umgebung so liebevoll wie Jean Spessart, (*1886; †1961), der allmählich in Vergessenheit gerät. Er hatte sich in den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts hauptsächlich die Aufgabe gestellt, typische Winkel der Kreisstadt Euskirchen durch Zeichnungen zu verewigen.

 

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An ihn, auf den ich schon einmal vor einiger Zeit in 2 Online-Artikeln hingewiesen habe, sollte aber heute erneut erinnert werden. Vgl.:

Jean Spessart: Alte Euskirchener Stadtansichten

Vor 30 Jahren: Pläne für die Gestaltung des Pläne für die Gestaltung des historischen Marktplatzes von Euskirchen (1980)

Auch wenn Jean Spessart nicht unbedingt zu den renommierten Eifelmalern zählte wie zum Beispiel Konrad Schäfer, so ist ein „Speicherfund“ doch erwähnenswert. Zwei Bilder aus den ersten Nachkriegsmonaten wurden neulich von einem Eifeler gefunden und sollen demnächst zum Kauf angeboten werden.

 

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Trotz leichter Beschädigungen könnten Eifelbild-Interessierte oder Heimatforscher mit diesen 2 Bildern ihre Sammlung vervollständigen. Zu sehen sind die alte Mechernicher Kirche und ein Blumenstrauß. Gerne leite ich Anfragen weiter.

14.04.2018

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Unter der Überschrift Immer wieder auch in Euskirchen: Jüdische Spurensuche in der ehemaligen Heimat stellte ich vor etwa 10 Jahren die jüdische Familie Breschinsky (Breschinski) vor, die am 23. September 1938 – nur wenige Wochen vor der „Reichskristallnacht“ - fluchtartig die Kreisstadt Euskirchen verließ und nach Palästina emigrierte. So rettete der am 5. Mai 1901 in Polen geborene Max Breschinsky die vierköpfige Familie und baut in Haifa eine neue Existenz auf. Damit kam die jüdisch-polnische Familie der bevorstehenden Ausweisung zuvor. Im Jahre 1961 verlor er jedoch bei einem Verkehrsunfall sein Leben.

Mit der heute in Israel lebenden Tochter Ruth Azoulai (*1933) und ihrem Bruder Isel (*1935, heute USA) stehe ich in persönlichem Kontakt. „Ruthi“ besuchte im Jahre 2008 Euskirchen und stand nachdenklich vor dem Haus in der Wilhelmstraße 33, in dem sie einst wohnte und ihr Vater das Lederwarengeschäft Werthheim & Breschinsky besaß.

Das mir überlassene Familien- und Fotoarchiv dokumentiert ein jüdisches Schicksal, das zwar leider vielen anderen ähnelt, aber sich en detail doch unterscheidet. Ein markanter Unterschied ist die Tatsache, dass Max Breschinsky kein „typischer“ jüdischer Flüchtling war, der seine polnische Heimat verlassen hatte, nur um künftig in Deutschland zu leben. Nein! Er wurde als 14jähriger im Kriegsjahr 1915 von den Deutschen auf der Straße festgenommen und zwangsweise in das Deutsche Reich deportiert. Nur die Tatsache, dass der Jugendliche nicht mehr in seine Heimat zurückkehren konnte, ist die politische Ursache, dass er Ende Oktober 1938 – mit seiner in Euskirchen gegründeten Familie – infolge der Polenaktion - mit etwa 17.000 polnischen Juden aus Deutschland - ausgewiesen werden sollte. Dieser Maßnahme konnten sich die Breschinskys durch ihre offizielle Emigration zuvorkommen (…).

 

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(…) In dem Familienarchiv fand ich neben vielen Fotos auch mehrere Ausweise und Bescheinigungen, die von der Stadtverwaltung Euskirchen ausgestellt worden waren. Ein Dokument bestätigt mit offiziellem Stempel und der Unterschrift des städtischen Beamten die „Zwangsverpflichtung“ (somit Deportation) des damals 14jährigen Max Breschinsky. Bisher hatte ich derartiges noch niemals in einem Archiv gefunden und daher möchte ich auf „derartiges“ mal hinweisen.
Mein Hinweis könnte vielleicht auch unter dem Gesichtspunkt „Flüchtlinge“, „Einwanderer“ oder „Emigranten“ betrachtet werden – also unter einem recht aktuellen und komplizierten Aspekt ….

Der vollständige Artikel kann mit folgendem Link abgerufen werden:

07.04.2018

Aktiv gegen Rassismus und Rechtsextremismus im Kreis Euskirchen

Die Leser meiner seit dem Jahre 2006 bestehenden regionalhistorischen Homepage wissen, dass ich mich zusätzlich auch hier mit der deutsch-jüdischen Geschichte der Region Bonn – Köln – Aachen und der diesbezüglichen Versöhnungsarbeit befasse. Die langjährige Arbeit richtet sich somit auch gegen Rassismus sowie Neofaschismus und Rechtsextremismus.

In diesem Zusammenhang weise ich ebenfalls auf andere Aktivitäten hin, die sich mit derselben Thematik und Problematik befassen. Heute geht es um das wichtige Informationstreffen der Akademie Vogelsang IP: „Aktiv gegen Rassismus und Rechtsextremismus im Kreis Euskirchen.“

Die Veranstaltung in der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang ist zusätzlich als Erweiterung zu einem „Vernetzungstreffen zum Förderprojekt NRWeltoffen“ anzusehen, denn bis zum Jahresende 2018 soll ein „lokales Handlungskonzept gegen Rassismus und Rechtsextremismus im Kreis Euskirchen“ entstehen.

 

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Aus der o.a. Einladung zur kostenlosen Veranstaltung am 24. April, die sich an alle interessierten Menschen richtet, ist ersichtlich, dass bisherige Erkenntnisse und Aktivitäten vorgestellt werden und die künftige Kooperation mit interessierten Aktivisten organisiert werden soll.

Informations – und Vernetzungstreffen der Akademie Vogelsang IP
am 24. April 2018, von 17.00 – 19.00 Uhr
im Panoramaraum des Forum Vogelsang IP

01.04.2018

Am 1. April 2018 jährt sich zum 85. Mal der erste große Juden-Boykott der Nationalsozialisten. Hier ging es um den organisierten Boykott jüdischer Geschäfte, Warenhäuser, Banken, Arztpraxen, Rechtsanwalts- und Notarkanzleien. Er war vom NS-Regime seit März 1933 geplant und wurde am Samstag, dem 1. April 1933, in ganz Deutschland durchgeführt. Damit nahm die NS-Regierung erstmals und gezielt eine nur gegen Juden gerichtete Maßnahme in Angriff, die seit dem 25-Punkte-Programm der NSDAP (1920) als geplante Verdrängung der deutschen Juden aus dem Wirtschaftsleben propagiert worden war.


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Quelle: Hans-Dieter Arntz: „REICHSKRISTALLNACHT“ – Der Novemberpogrom auf dem Lande,Aachen 2008, Seite 28

 
Ich möchte auch in diesem Jahr wieder auf den systematischen Anfang der NS-Judenverfolgung hinweisen, d.h. hier exemplarisch auf den Verlauf des „Boykott-Tages“ vom 1. April 1933 in Euskirchen. Er wurde auch schon in meinen Büchern JUDAICA – Juden in der Voreifel (1983) sowie „REICHSKRISTALLNACHT“ – Der Novemberpogrom 1938 auf dem Lande (2008, S. 27 bis 30) dargestellt. Man sollte nicht vergessen, dass es sich damals um den ersten Missbrauch staatlich nicht mehr unterbundener Übergriffe handelte, Vgl. 1. April 1933: Der „Boykott-Tag“ als Anfang vom Ende

 

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Unter der Überschrift „Ein neuer regionalhistorischer Fund zur NS-Zeit im Kreise Euskirchen“ wies ich in meinen NEWS vom 27. August 2017 darauf hin, dass ich bei der Übernahme eines bisher unbekannten Archivs auch Fotos vom „Boykott-Tag“ in Euskirchen fand. Es wurde am kommenden 1. April vor genau 85 Jahren gemacht und erstmals im „Euskirchener Wochenspiegel“ vom 16. August 2017 und auch in wochenspiegellive.de publiziert.

Der vollständige Artikel kann mit folgendem Link abgerufen werden:

23.03.2018

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In der Fachliteratur, die sich mit der Aufarbeitung der „jüngsten“ deutsch-jüdischen Geschichte befasst, stößt man immer wieder auf die versöhnlich klingenden Hinweise, nach denen die einst hier beheimateten Juden in das Gemeindeleben voll integriert waren. Wenn man aber in den regionalhistorischen Archiven nachforscht, gibt es doch nur noch wenige Belege hierfür. Das stellte ich vor einiger Zeit erneut fest, als ich mich mit meinem Online-Artikel Jüdische Sportler in Euskirchen befasste. (…)

(…) Inzwischen konnte ich feststellen, dass in größeren Ortschaften und Städten jüdische Freizeitgestaltung und soziales Miteinander bevorzugt in rein jüdischen Vereinen stattfand. (…)

(…) An diesen Sachverhalt wurde ich neulich wieder erinnert, als mir Leser meines Online-Artikels 110 Jahre Eifelverein, Ortsgruppe Euskirchen (1908-2018) – Die Chronik berichtet über das Gründungsjahr 1908 diesbezügliche Fragen stellten. Ihnen ging es um ein Foto, das mir im Jahre 1978 Frau Martha Cleffmann geb. Schnog († 15.12.1982) überließ.

Die im Jahre 1906 in Erp geborene und danach in Euskirchen lebende jüdische Zeitzeugin belegte damit, dass es zumindest im Jahre 1926 auf dem Lande jüdische Mitglieder im Euskirchener Eifelverein gab. Ihr Gruppenbild lässt fröhliche Zusammengehörigkeit erkennen, von dem sie in den vielen Interviews immer wieder schwärmte.

Offiziell jedoch lässt sich heutzutage von der Euskirchener Ortsgruppe keine jüdische Mitgliedschaft nicht mehr belegen. Das ist historisch bedauerlich, da sich dies auch sogar auf den gesamten Eifelverein, der heutzutage mit etwa 28.000 Mitgliedern immer noch zu den größten Wandervereinen in Deutschland zählt, bezieht. Gab es in der Eifel und Voreifel jüdische Wanderer, die im Eifelverein offiziell organisiert waren? (…)

 

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(…) Es geht also um den Nachweis jüdischer Vereinsmitglieder und deren „harmonische Integration“ bis etwa 1933.
Der Vorstand des Euskirchener Eifelvereins überließ mir freundlicherweise einige seiner frühesten Fotos, die für unsere Region Aufschluss geben könnten. Es handelt sich um Wanderungen nach Commern und Urft im Jahre 1927 (…)

Der vollständige Artikel kann mit folgendem Link abgerufen werden:

13.03.2018

Die Kreisstadt Euskirchen gehört zu den wenigen rheinischen Mittelstädten, die nachweislich bereits 1845 einen „Kindergarten" im ursprünglichen Sinne hatten (…).Vgl. meinen Online-Artikel: Aus der Geschichte der Kreisstadt Euskirchen: Kindergarten und gymnasiale Frauenbildung.

(…) Im „Volksblatt“ vom 30. September 1939 wurde der neue NSV-Kindergarten in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs vorgestellt.

 

 

Da der 2. Weltkrieg wenige Wochen vorher begonnen hatte, wurde er in der Alleestraße mit „neuzeitlich eingerichtetem Luftschutzkeller“ der Öffentlichkeit übergeben. Aus der Überschrift des Artikels von Hermann Vieth wird ersichtlich, dass die bestehenden „Erntekindergärten im Kreisgebiet als Hilfskindergärten weiter geführt“ werden sollten (…).

 

Das Kindergartenwesen im Kreis Euskirchen
Der neue NSV-Kindergarten Euskirchen wird am Montag eröffnet – Erntekindergärten im Kreisgebiet werden als Hilfskindergärten weiter geführt

von Hermann Vieth

(…) Wenn wir an dieser Stelle dem Kindergartenwesen im Kreis Euskirchen vermehrte Aufmerksamkeit in verschiedenen Artikeln schon geschenkt haben, so hat das seine Gründe, Zuerst haben die Kindergärten in dieser kriegswirtschaftlichen Zeit, wo auch die Frau mehr als sonst in einen Beruf eingespannt ist, an Bedeutung zugenommen, zum anderen ist die Eröffnung des neuen vorzüglich eingerichteten NSV-Kindergartens in Euskirchen, die nun endgültig für Montag, den 2. Oktober (1939) festgelegt ist, Anlass genug, auch die Bevölkerung der Vaterstadt über Segen und Wirken dieser hilfsbereiten Gemeinschaftseinrichtung aufzuklären (…).

test(…) Zur Beruhigung und Unterrichtung der Eltern sei auch noch gesagt, dass der Kindergarten Euskirchen einen neuzeitlich eingerichteten Luftschutzkeller besitzt, dessen Vorhandensein den Eltern eine große Sorge um ihre Kinder während eines etwaigen Fliegerangriffes nimmt (…).

(…) In einem großen Teil der Gemeinden des Kreises, wo Erntekindergärten bestanden haben, werden diese nun auf Initiative der Kreisamtsleitung und auf Wunsch vieler Eltern als Hilfskindergärten auch während des Winters weitergeführt. So ist das der Fall in Lommersum, Frauenberg, Großbüllesheim, Esch und Mülheim-Wichterich. Alle diese Kindergärten sind mit einem stabilen Luftschutzraum versehen, und der Kindergarten selbst befindet sich zum großen Teil in neu ausgestatteten oder neubezogenen Räumen (…).

(…) Die Kindergärtnerinnen, die staatlich geprüft sind, und ihre Helferinnen, übernehmen gemeinsam mit der Leitung der NSV die volle Verantwortung dafür, dass die Kinder durch die Betreuung im Kindergarten, eine erste Jugendzeit erleben können, wie sie nur der nationalsozialistische Staat in der Sorge um das Volkswohl seinen Pfleglingen angedeihen lassen kann. Übrigens ist es noch anerkennenswert, dass der BDM seine guten Kräfte dem Kindergartenwesen als Helferinnen im Kindergarten zur Verfügung stellt (…).

Der vollständige Artikel kann mit folgendem Link abgerufen werden:

09.03.2018

Dass die Verdienste historischer Persönlichkeiten von späteren Generationen dankbar anerkannt und gewürdigt werden, gehört zur Erinnerungskultur. Aber je größer der zeitliche Abstand zu ihrem Wirken wird, desto eher kommt es gelegentlich vor, dass sie heroisiert werden. In den etwa 40 Jahren meiner regionalhistorischen Arbeit stellte auch ich dieses Phänomen fest. (…..)

 


(…) Als regionalhistorisches Beispiel möchte ich die Diskriminierung und Verfolgung des damals in Euskirchen lebenden Vizepräsidenten des Deutschen Reichstages (1926-1933) anführen: Thomas Eßer (* 1870 in Schwerfen; † 1948 in Euskirchen). Wikipedia konstatiert seinen politischen Werdegang sowie seine Verfolgung im Dritten Reich (….).
(…) Ohne jetzt im Jahre 2018 auf die inzwischen vorliegenden Forschungsergebnisse diesbezüglicher Historiker einzugehen, möchte ich auch auf meiner Homepage festhalten, dass ich bereits im Jahre 1983 Thomas Eßer als Verfolgten, aber nicht als heroischen Widerstandskämpfer betrachte. Vorausgegangen waren damals mehrere Veranstaltungen zur Erinnerung an die „vielen Euskirchener Widerstandskämpfer“, entsprechende Zeitungsartikel und widersprüchliche Reaktionen darauf.

 

Thomas Eßer, Vizepräsident des Deutschen Reichstages (1926-1933),
 Collage in: Hans-Dieter Arntz „JUDAICA- Juden in der Voreifel“(1983), S. 165

Meine Ansicht begründete ich am 21. Februar 1983 in einem Leserbrief an den Kölner Stadt-Anzeiger, Teil Euskirchen/Eifeler Land:

Verfolgter, kein Widerstandskämpfer

Diskussion um den 30. Januar 1933 und seine Folgen:
Historiker H.-Dieter Arntz gegen Mythenbildung

Die Erinnerung an die Machtergreifung der Nazis vor 50 Jahren - am 30. Januar 1933 wurde Hitler Reichskanzler - hat, begünstigt durch den Wahlkampf, wie kein anderes Ereignis politische Emo­tionen freigesetzt. In Anspra­chen und Leserbriefen wurde die Vergangenheit beschworen, wobei mit den geschichtlichen Tatsachen nicht immer mit der gebotenen Sorgfalt und Genau­igkeit umgegangen wurde, so dass es zu Missdeutungen und Missverständnissen kam. Um Klarheit zu schaffen und, wie er selbst schreibt, der Mythenbil­dung entgegenzutreten, veröf­fentlichen wir deshalb einen Le­serbrief des Historikers Hans-Dieter Arntz, der sich seit Jahren mit der Geschichte des Nationalsozialismus im Kreise Euskir­chen befasst und dazu auch schon zahlreiche Beiträge veröf­fentlicht hat.

 H.D. Arntz schreibt:

Als sich der so genannte „Tag der Machtergreifung“ zum 50. Mal jährte, wurden die Bürger des Kreises Euskirchen zu einer Gedenkfeier eingeladen. Große Anzeigen in den Tages- und Wo­chenzeitungen begründeten dies: „Millionen Menschen wurden verfolgt, gefoltert und getötet. Aber es gab auch Bürger unseres Landes, die dem Naziregime aktiv Widerstand geleistet haben, darunter viele Bürger aus dem Kreis Euskirchen“ (……).

Der vollständige Artikel kann mit folgendem Link abgerufen werden:

04.03.2018

ISIDORS BRIEFE – Über die Korrespondenz eines Juden aus Euskirchen

test Mein im Jahre 2009 erschienenes Buch „Isidors Briefe“, das aufgrund vieler persönlicher Dokumente ein wichtiges Kapitel der Judenverfolgung in Euskirchen und der Voreifel darstellt, war seit einiger Zeit nicht mehr im Buchhandel zu erwerben. Auf meinen besonderen Wunsch hin konnte mir nun der Helios Verlag Aachen noch einmal mehrere druckfrische Exemplare zur persönlichen Verwendung überlassen. Interessierte Leser können sie zum ermäßigten Preis bei mir online bestellen.

Das Buch, das sich auch besonders für den Schulunterricht eignet, wurde am 27. Oktober 2009 in Anwesenheit vieler Gäste im Parkhotel der Kreistadt Euskirchen vorgestellt. Der Verlag hieß u.a. die regionale Presse und Radio Euskirchen sowie Dr. Neugröschel als Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Aachen willkommen. Ehrengäste waren Thomas Kremer als Repräsentant des Katholikenausschusses Köln sowie Wilfried Johnen, damaliger Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein. Besonders ihm war die Buchvorstellung und deren Thematik ein besonderes Anliegen.

 

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25.02.2018

Klezmer-Musik in unserer Region

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Um das Bemühen für ein interkulturelles Deutschland und gegen Antisemitismus zu unterstützen, weise ich auch in diesem Jahr wieder auf die musikalische und dadurch bewegende Form der Erinnerungskultur hin.

Das „Ensemble Kol Colé“ („Klang aus Colonia“, Köln) lädt zu neuen klangvollen Klezmer-Konzerten und anschließenden Diskussionen in unserer Region ein. Ich habe mich selber mehrfach davon überzeugen können, wie dies zur Auseinandersetzung mit der deutsch-jüdischen Geschichte aufruft.

Klezmer bedeutet seit dem 15. Jahrhundert vorwiegend instrumentale Musik und ist ein wesentlicher Teil der Volksmusiktradition des aschkenasischen Judentum. Die Musik ist durch ihre charakteristischen an die menschliche Stimme erinnernden Melodielinien leicht erkennbar. Das Foto von Menakhem Kipnis aus dem Jahre 1925 zeigt ukrainische Klezmer-Musikanten, die bei einer Hochzeit die Ankunft des Bräutigams begleiten.

testAuch das „Ensemble Kol Colé“ identifiziert sich mit diesen typischen Melodien, Tango-Rhythmen und originellen lebhaften Interpretationen der traditionellen Musik. Bereits in den letzten Jahren habe ich auf meiner regionalhistorischen Homepage das verdienstvolle Engagement von Bella Liebermann und ihres Ensembles „Kol Colé“ erwähnt. Vgl. meine NEWS vom 16. Juni 2017 sowie vom 2. März 2017 und 2. Juli 2016.

Termine:
Frechen: 25. Februar 2018, Klezmer-Konzert, 18:00, Alt St. Ulrich, Ulrichstr. 110
Niederzissen: 12. Mai 2018, 19:00, Ehemalige Synagoge Niederzissen, Mittelstr. 30

Alle Konzerte finden in folgender Besetzung statt:
Bella Liebermann: Gesang - Klavier - Zimbaly
Daniel Marsch: Akkordeon - Gesang
Igor Mazrizsky: Geige 
Roman Nedzvetskyy: Klavier

22.02.2018

(…) Die Euskirchener Ortsgruppe des Eifelvereins wurde vor genau 110 Jahren gegründet. Im Februar 1908 trafen erstmals Euskirchener Honoratioren zusammen, um Ziel und Zweck des neuen Vereins festzulegen:

„Erschließung der Eifel in touristischer, wirtschaftlicher, geschichtlicher und naturgeschichtlicher Hinsicht, Heimatpflege – Naturschutz – Förderung des Wanderns.“

(…) Die kleine Jubiläumsschrift „1908 – 1958. Eifelverein Ortsgruppe Euskirchen“ unter der Schriftleitung von Karl Otermann berichtet detailliert über das Gründungsjahr 1908 (…).

 

testDer Vorstand des Eifelvereins Euskirchen, in: 1908 – 1958. Eifelverein Ortsgruppe Euskirchen, Kümpel-Verlag 1958, S. 23 (Fotoarchiv: Hans-Dieter Arntz)

(…) Abschließend sei vermerkt, dass beim 50jährigen Jubiläum im Jahre 1958 die Euskirchener Ortsgruppe mit mehr als 500 Mitgliedern zu den relativ stärksten Vereinigungen des Eifelvereins zählte. Heute, im Februar 2018, geht es nun um das 110jährige Jubiläum (1908 – 2018). Die Gründung der Ortsgruppe gehört zweifellos zur Geschichte der Kreisstadt Euskirchen, da sie auch kulturell und sozial wertvolle Impulse gab.

Die Chronik berichtet über das Gründungsjahr 1908

von Karl Otermann

In: 1908 – 1958. Eifelverein Ortsgruppe Euskirchen, Kümpel-Verlag 1958, S. 15 - 17

 

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Der vollständige Artikel kann mit folgendem Link abgerufen werden:

16.02.2018

Veranstaltung des NS-Dokumentationszentrums Köln: Unbekannter NS-Propagandafilm im Ghetto Theresienstadt

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Der Veranstaltungskalender des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln weist darauf hin, dass am 1.März 2018 im EL-DE-Haus zwei Filmfragmente zu sehen sind, die von historisch wertvollen Filmaufnahmen aus dem Jahre 1942 übrig geblieben sind. Sie beinhalten einen kurzen Einblick in das Ghetto Theresienstadt (ein NS-Sammel-/Konzentrationslager im heutigen Terezín in Tschechien) und werden im Rahmen eines Vortrags von Katja Sindemann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Es handelt sich hierbei nicht um den inzwischen teilweise bekannt gewordenen Entwurf für einen NS-Propagandafilm aus dem Jahre 1944 „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“, der von dem Regisseur und Drehbuchautor des Films Kurt Gerron (1897-1944) gedreht werden musste. Er wurde als Jude von Nationalsozialisten verfolgt und interniert und schließlich von der SS gezwungen, den testvorgeblich dokumentarischen Film „Theresienstadt - Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet“ zu inszenieren. Hier sollten noch kurz vor Kriegsende die angeblich guten Lebensverhältnisse im Ghetto Theresienstadt (ein NS-Sammel-/Konzentrationslager im heutigen Terezín in Tschechien) dargestellt und damit die Vernichtungspolitik des NS-Regimes verschleiert werden.

In der o.a. Veranstaltung vom 1. März 2018 geht es um cineastische Relikte, die von Irena Dodals (1900-1989) 1942 avisierten Film „Theresienstadt 1942“ erhalten geblieben sind.

Ihr vollständige Film gilt jedoch als verloren. Szenen aus dem Streifen wurden aber 1994 in der Filmoteka Narodowa in Warschau entdeckt. Weitere Fragmenten befinden sich in Národní filmový archiv (Nationalfilmarchiv) in Prag.

„Frage nicht!“ – Unbekannter NS-Propagandafilm im Ghetto Theresienstadt
Filmfragmente mit einem Vortrag der Historikerin Katja Sindemann,
Donnerstag, d. 1. März 2018 im EL-DE-Haus Köln, Appellhofplatz 23-25, 19 Uhr.

11.02.2018

190 Jahre Euskirchener Karneval – Organisierter Maskenzug seit 1828

Bei der Betrachtung neulich entdeckter Karnevalsbilder aus der anfänglichen NS-Zeit in Euskirchen, die gelegentlich noch einmal gesondert vorgestellt werden sollten -, fiel mir auf, dass der postnapoleonische Karneval im Euskirchen beinahe genauso alt ist wie der „Kölsche Karneval“. Daher möchte ich zur diesjährigen Karnevalszeit an einiges aus der regionalen Historie erinnern. Vgl. auch die unten angeführten Links.

Das Kölner „Festordnende Komitee“, das der bis dahin ungeordneten kölnischen Fastnacht eine neue Richtung und einen neuen Inhalt geben sollte, wurde 1823, nur fünf Jahre vor dem bereits bestehenden „Euskirchener Maskenzug“ gegründet. Viele Karnevalisten der Voreifeler Kreisstadt wissen das gar nicht.

 

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Fotos aus dem „Euskirchener Intelligenzblatt“ v. 14. 02. 1874 und der „Euskirchener Zeitung“ vom 27. 02. 1892)

 

Unter der Überschrift „Oeskerchens Fastelovend immer älter“ fasste Karl Otermann – ehemaliger Kreisarchivar und Kulturreferent des Kreises Euskirchen sowie damaliger Vorsitzender des Vereins der Geschichts- und Heimatfreunde des Kreises Euskirchen – die Anfänge des Euskirchener Karnevals zusammen. Er publizierte im Heimatkalender 1959 den Beweis, wonach die Euskirchener schon 1842 Weiberfastnacht gefeiert hatten (S.114/115).

Dabei bezog er sich auf einen früheren Hinweis des kurz vorher verstorbenen Heimatforschers Peter Simons (1877-1956). Otermann selber fand dann später, bei der Neuordnung des Amtsarchivs Kuchenheim, für das Jahr 1828 eine „allerhöchste Kabinettsordre der königlich-preußischen Majestät“ (1828) - natürlich nicht einer närrischen Tollität -, die von historischer Bedeutung ist:

„Des Königs Majestät haben, wie Sie aus meiner Mitteilung vom 4. Mai 1828, in einer allerhöchsten Kabinettsordre vom 20. März eiusdem zu erklären geruhet, dass in den Rheinprovinzen Karnevals-Maskeraden nur in denjenigen größeren Städten erlaubt sein soll, wo sie herkömmlich von Alters her Statt gefunden haben. In kleineren Städten sind demnach dergleichen Maskeraden gänzlich verboten."

testIntelligenzblatt v. 14. 22. 1874


Ein bedeutsamer Fund ist dem ehemaligen Kreisoberinspektor Peter Linden zu verdanken, der im Jahre 1957 zufällig in einer beim Staatsarchiv Düsseldorf aufbewahrten Euskirchener Akte Wesentliches zum Euskirchener Karneval fand. Seitdem besteht eine amtliche Aussage zum Ursprung des ersten Euskirchener Maskenzuges, der auf das Jahr 1828 zurückgeht (...).
Man weiß inzwischen, dass Bürgermeister Peter Joseph Ruhr (1850-1871) den Behörden gegenüber bestätigte, dass „in der Kreisstadt Euskirchen altherkömmlich und namentlich vor dem Ober-Präsidial-Erlasse vom 21. April 1828" tatsächlich schon ein Maskenzug stattgefunden habe (...).

(...) Der damalige Archivar Karl Otermann resümiert: „Da bisher weitere dokumentarische Beweise fehlen, dürfen wir also getrost und auch glücklich in Bürgermeister Ruhr den Gewährsmann für einen Euskirchener Maskenzug vor 1828 haben. Die nahe Lage zu Köln hat - und das überrascht gar nicht - also recht schnell die Neuheiten im Kölner Karneval auch nach Euskirchen ausgestrahlt“.

All das bedeutet, dass der Euskirchener Karneval in diesem Jahr wahrscheinlich schon mindestens 190 Jahre alt ist.

07.02.2018

Women’s Experiences in the Holocaust – In Their Own words

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Seit Jahren stehe ich mit der britischen Schriftstellerin Agnes Grunwald-Spier in Kontakt, die in ihrer vorletzten Dokumentation „Who betrayed the Jews? The Reality of Nazi Persecution in the Holocaust“ auch auf mein Buch „Der letzte Judenälteste von Bergen-Belsen“ und Josef Weiss detailliert einging. Vgl. meine NEWS vom 09.11.2016.

Für ihre Holocaust-Dokumentationen wurde ihr vor wenigen Tagen - in Anwesenheit ihrer Familie – von der Sheffield University das „Honorary Doctorate of Letters“ verliehen.

Vor wenigen Tagen erschien ihr neues Buch, auf das ich meine englischsprachigen Leser aufmerksam machen möchte: Women's Experiences in the Holocaust – In Their Own words. Hier geht es um bemerkenswerte Frauen, deren Schicksal durch den Holocaust bestimmt wurde. Sie alle zeigten außergewöhnlichen Mut. In ihren eigenen Worte aus Memoiren, Briefen, Büchern und Interviews werden besondere Ereignisse festgehalten:

testThis book brings to light women’s experiences in the Holocaust. It explains why women’s difficulties were different to those of men. Men were taken away and the women were left to cope with children and elderly relatives and obliged to take on new roles. Women like Andrew Sachs' mother had to deal with organising departure for a foreign country and making choices about what to take and what to abandon. The often desperate hunt for food for themselves and those in their care more often than not fell to the women, as did medical issues. They had to face pregnancies, abortions and, in some camps, medical experiments. Many women wrote diaries, memoirs, letters and books about their experiences and these have been used extensively here.

The accounts include women who fought or worked in the resistance, like Zivia Lubetkin who was part of the Warsaw Ghetto Uprising. Dr Gisella Perl was a doctor in Auschwitz under the infamous Dr Mengele. Some young girls acted as Kashariyot, underground couriers between ghettos. Their varied experiences represent the extremities of human suffering, endeavour and courage.

The author herself is a survivor, born in 1944. Her mother struggled to keep her safe in the mayhem of the Budapest Ghetto when she was a tiny baby and dealt with the threat from Russian soldiers after the liberation of Budapest in January 1945.

Agnes Grunwald-Spier: Women's Experiences in the Holocaust – In Their Own words, Amberley Publishing (England), Januar 2018, Nr. 9781445671475

03.02.2018

Wie sich damals jüdische Flüchtlinge im Land der Retter verhielten und sich integrieren lassen wollten …

testVor einigen Jahren hatte ich einiges zur anwachsenden „Flüchtlingskrise“ auf meiner regionalhistorischen Homepage veröffentlicht. Vgl.:

Das derzeitige Asylanten- und Flüchtlingsproblem (2015) und ein Hinweis auf die Konferenz von Evian (1938)

Reaktionen auf meinen Online-Artikel über Asylbewerber und Flüchtlinge (2. Oktober 2015)

Unmut und Frustration wegen der schlecht organisierten Flüchtlingshilfe und wachsendem Rechtsradikalismus (13.02. 2016)

Mehrfach wurde ich darauf angesprochen, denn weiterhin scheint der Eindruck zu bestehen, dass die im Jahre 2015 begonnene „Flüchtlingskrise“ der Bundesrepublik noch nicht bewältigt ist und es große Probleme mit der avisierten Integration und dem Respekt vor unserem Wertesystem gibt. Dies scheint zum Vergleich mit früheren Zeiten und ähnlichen Situationen aufzurufen. Zumindest ist dies im Augenblick die Ansicht einiger einst aus dem Deutschen Reich geflüchteter Juden und Holocaust-Überlebender, die heute mit ihren Nachkommen in den USA und Israel leben.

Diese Leser meiner Homepage kritisieren das derzeitige Verhalten vieler in Deutschland einströmender Flüchtlinge aus aller Welt. Ein älterer Herr aus Israel betonte seine damalige Bereitschaft, sich sofort (nach Möglichkeit) der neuen Heimat anzupassen. Er überließ mir als Beweis das „Jeckeslied“ für „vielstimmigen Chor“, das er mit einem Auszug aus dem israelischen Magazin MB Yakinton, Nr. 276 vom Dezember 2015, belegte:

 

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Mit dem „Jeckeslied“ - einem Gedicht von Herbert Stein (Pseudonym: Tristan Leander) - das die Anpassungsbereitschaft jüdischer Flüchtlinge und Einwanderer in Palästina/Israel beinhaltet, leitet der Historiker Klaus Hillenbrand sein im S. Fischer Verlag erschienenes Buch Fremde im neuen Land. Juden in Palästina und ihr Blick auf Deutschland nach 1945“ ein. Es gibt zum Nachdenken Anlass …

31.01.2018

Zum Jahresprogramm 2018 von „SEELSORGE – Nationalpark Eifel und Vogelsang“

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Im Vorwort des soeben erschienenen Jahresprogramms 2018 von „SEELSORGE – Nationalpark Eifel und Vogelsang“ beschreibt Philipp Cuck, GdG-Leiter Hellenthal/Schleiden, die Aufgabe, die sich Pastoralreferent Georg Toporowsky und sein Team gestellt haben:

Die Nationalpark-Seelsorge will mit dafür „sorgen“, dass der Hunger nach Frieden und Gerechtigkeit und die Achtung für die Schöpfung Gottes nie verloren gehen.

Diese richtungweisenden Worte motivieren, irritieren aber anfangs auch. Immerhin handelt es sich bei dem regionalen Bereich nicht nur um den Nationalpark Eifel inmitten des Naturparks Hohes Venn-Eifel, sondern auch um den Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe der einstigen Ordensburg Vogelsang. Während einerseits die Naturschützer und Naturfreunde die Vielfalt der Nationalparkfläche sinnvoll zu nutzen wissen, muss andererseits die Bevölkerung erst an die Konfrontation mit der jüngsten Vergangenheit herangeführt werden. Hierzu dient u.a. seit dem 11. September 2016 das neue Besucherzentrum mit der Dauerausstellung Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen. Sie stellt die Geschichte der NS-Ordensburg in Verknüpfung mit allgemeinen Themen des Nationalsozialismus dar.

Die Seelsorge im Nationalpark Eifel und Vogelsang befasst sich mit Klimawandel, Flüchtlingsströmen, der Suche nach einem gemeinsamen Wertegerüst in Europa und anderen aktuellen Brennpunkten.

Seit 6 Jahren prägen zusätzlich auch 17 „Juniorteamer“ im Alter zwischen 15 und 24 Jahren mit viel Engagement spezielle Programme. Besonders die Zeltlager für Kinder, die Schulorientierungstage und das Programm „Spirit on the water“ tragen ihre Handschrift. Sie erweitern die „interreligiöse Umweltbildung“, unter der man die Sensibilisierung und den ethisch-religiösen Zugang für die „Um-Welt als Mit-Welt“ versteht.

 

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Keineswegs als Gegensatz ist die vielseitige Auseinandersetzung mit der Ordensburg Vogelsang und dem menschenverachtenden Wertesystem des Nationalsozialismus zu verstehen. Auch Fragen rund um das Thema Asyl und Flüchtlinge gehören in diesen Zusammenhang. Einzelheiten zu den vielen Veranstaltungen – u. a. „3-tägige spirituelle Wanderungen“ – sowie zu Seminaren und Vorträgen sind dem Jahresprogramm 2018 von „SEELSORGE – Nationalpark Eifel und Vogelsang“ zu entnehmen.

SEELSORGE – Nationalpark Eifel und Vogelsang
GdG Hellenthal/Schleiden, Vogelsang 86a
53937 Schleiden
Tel. 02444 / 575 99 87 oder 0151 / 64 547 866

27.01.2018

Josef Weiss, der „Letzte Judenälteste von Bergen-Belsen“ und andere Zeugen des Holocaust

Erneut soll daran erinnert werden, dass der heutige 27. Januar der von den Vereinten Nationen im Jahre 2005 eingeführte Internationale Holocaust-Gedenktag - zum Gedenken an alle Opfer des Nationalsozialismus – ist. 
Ein besonderer Augenzeuge der Judenverfolgung und des berüchtigten „Hungerlagers“ Bergen-Belsen war der aus Euskirchen-Flamersheim stammende  Josef Weiss, der als Protagonist meines umfangreichen Buches „Der letzte Judenälteste von Bergen-Belsen“ einen neuen Teilaspekt des Holocaust dokumentiert.

 

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Augenzeugenberichte erschüttern immer wieder. Wie in dem Hunger- und Todeslager Bergen-Belsen unzählige Juden und andere Häftlinge aus etwa 50 Nationen mit ihrem qualvollen Tod rechnen mussten, beschrieben mir am 28. Oktober 2007 der belgische Überlebende H.J. Duveen oder die bekannten Zeitzeugen und Autorinnen Anita Lasker-Wallfisch (England) und Hetty Verolme-Werkendam (Australien).Ganz bewusst möchte ich sie noch einmal im Bilde hervorheben und an sie erinnern.

 

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Viele Fotos über Phasen meiner eigenen Arbeit zum Thema „Holocaust“ wurden inzwischen im Internet gesammelt. Auf meiner regionalhistorischen Homepage befinden sich weiterhin viele diesbezügliche Beiträge sowie eine Radiosendung und ein YouTube-Film bezüglich der posthumen Ehrung von „Jupp Weiss“. Zum 710 Seiten starken Buch über den „Letzten Judenältesten von Bergen-Belsen“ kann man mehr auf meiner Website Weiteres erfahren. Vgl.: Zum neuen Buch: Der letzte Judenälteste von Bergen-Belsen (2012).

Der „Internationale Holocausttag“ erinnert konkret an den 27. Januar 1945, an dem die Rote Armee Auschwitz, das größte deutsche Vernichtungslager, befreite. Hier wurden mehr als eine Million Menschen vom rassistischen Nationalsozialismus unter unvorstellbar grausamen Bedingungen gefangen gehalten und gefoltert bzw. durch Zwangsarbeit, Erfrieren, Nahrungsverweigerung, Erschöpfung, medizinische Experimente, unbehandelte Krankheiten, Exekutionen und schließlich durch Vergasen getötet. Meistens jedoch wurden die Juden sofort nach ihrer Ankunft getötet.

Meine weiteren Beiträge zum Holocaust sind unter „Zeugen des Holocaust in Riga, Bergen-Belsen, Auschwitz, Buchenwald und Theresienstadt“ abrufbar und sollen ein kleiner, informierender Beitrag zum heutigen „Internationalen Holocaust-Gedenktag“ sein. Meist haben sie auch einen regionalen Bezug.

24.01.2018

Historiker-Antrag: Späte Ehrung für Kölner Juden Dr. Moritz Wallach? Antrag auf Ehrung. Spurensuche in Südstadt! Wie ein Kölner Jude Held Israels wurde

In Ergänzung des Artikels im Kölner EXPRESS vom 28. Dezember 2017 erschien heute ein weiterer Beitrag von Ayhan Demirci zur Benennung einer Straße nach Dr. Moshe (Moritz) Wallach (1866-1957). Er befasst sich – wie auch die u.a. Beiträge auf meiner Homepage – mit der posthumen Würdigung des in Köln geborenen jüdischen Mediziners.
Unter Vorlage meines Artikels hatte ich am 14.11. 2017 bei der Stadt Köln die Benennung einer Straße nach dem verdienstvollen Sohn der Domstadt beantragt. Es möge doch künftig heißen: „Dr.Moshe (Moritz)-Wallach-Straße“.
Ayhan Demircis heutiger Online-Aufruf für die Straßenbenennung und zur Diskussion in den sozialen Netzwerken lautet:

Historiker-Antrag: Späte Ehrung für Kölner Juden Dr. Moritz Wallach? Antrag auf Ehrung Spurensuche in Südstadt! Wie ein Kölner Jude Held Israels wurde

Ayhan Demircis / 24.01.18, 09:17 Uhr / Quelle: https://www.express.de/29399340 / ©2018

 

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22.01.2018

Der Internationale Holocaust-Gedenktag (27. Januar) ermahnt auch zum richtigen Umgang Jugendlicher mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

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Am 27. Januar ist der von den Vereinten Nationen in 2005 eingeführte Internationale Holocaust-Gedenktag - zum Gedenken an alle Opfer des Nationalsozialismus. 

Auf Anregung des Staates Israel riefen die Vereinten Nationen den 27. Januar offiziell zum „Holocaust-Gedenktag“ aus. Hiermit will man jedoch nicht nur weltweit an die Befreiung des NS-Lagers Auschwitz erinnern, sondern auch das Gedenken der Shoah für künftige Generationen aufrechterhalten. Bereits im Jahre 1996 hatte der damalige Bundespräsident Dr. Roman Herzog dasselbe Datum zum „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“ erklärt und damit einen noch größeren Kreis der Opfer einbezogen. Bilder, die den Holocaust belegen, darf man einfach nicht vergessen!

Bereits in meiner NEWS vom 4. Januar dieses Jahres wies ich auf Aktivitäten hin, wie auch Jugendliche mit der Thematik konfrontiert werden können. Seit 1998 schlagen zum Beispiel Kölner Schüler einen besonderen Bogen aus der Vergangenheit in die Gegenwart und zugleich eine Brücke in die Zukunft. Dies ist eine sehr aktive Möglichkeit der „Vergangenheitsbewältigung“, die als „Kölner Konzept“ auch den Schulen unseres Kreises Euskirchen als Vorbild dienen könnte.

Das Zentrum für politische Bildung (ehemals GrenzGeschichteDG) an der Autonomen Hochschule in Eupen (Belgien) hat zum Beispiel aus diesem Anlass das Jugendtheater INSIDE eingeladen, die interaktive Eigenproduktion „(R)echte Freunde“ aufzuführen. In diesem Stück geht es darum, wie Jugendliche mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit umgehen! Diesbezüglich könnten auch andere Veranstalter angeregt und thematisch motiviert werden.

Kontakt:
Autonome Hochschule in der DG, Monschauerstr. 57, B - 4700 Eupen,
Tel.: + 32 - 87 59 05 13

19.01.2018

Unwetter in der Eifel und Voreifel bedeuteten immer Elend und Hunger. Daran wurde ich wieder durch das gestrige Orkantief „Friederike“ erinnert. Auf den Tag genau elf Jahre nach dem verheerenden Orkan „Kyrill“ fegte ein Unwetter, dessen Folgen in den heutigen Zeitungen ausführlich beschrieben werden, stundenlang über Nordrhein-Westfalen hinweg. Wie dpa mitteilte, zog „Friederike“ mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern vom Vormittag an quer über NRW und hinterließ fast überall Spuren der Zerstörung. Zahllose Bäume wurden entwurzelt und beschädigten Autos oder Gebäude, Dächer wurden durch die Böen abgedeckt, Fassadenteile wirbelten durch die Luft, Menschen wurden getötet…

 

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Um den regionalhistorischen Aspekt dieser Homepage zu berücksichtigen, weise ich in diesem Zusammenhang auf meine diesbezüglichen Artikel hin:

Naturkatastrophen und Notstände in der Eifel

Rückblick auf das Eifeler Klima: Zwei Unwetter über Euskirchen im Jahre 1837

Interessant ist vielleicht auch ein weiterer Beitrag, den ich am 22. August 1985 im Euskirchener Lokalteil der Kölnischen Rundschau veröffentlicht habe.

Dieser vollständige Zeitungsartikel „Hungersnöte, roter Faden durch die Heimatgeschichte.Viel Not durch harte Winter – Die umstrittene „Spezialität“ Froschschenkel war damals überlebenswichtig“ ist mit folgendem Link abrufbar:

11.01.2018

test(…) Als kulturgeschichtliche Epoche, die vom Ende des 18. Jahrhunderts bis weit in das 19. Jahrhundert hinein dauerte, prägte die Romantik die Linde, wie auch die Eiche, sogar als „Baum der Deutschen“. (…) Hierauf weist im Jahre 1927 auch der Euskirchener Pädagoge Hugo Schmöle (1864–1941) hin, der sich wohl als erster mit der damals bekanntesten Linde der Stadt befasste (…).

(…) Als „Krusche Boom“ wurde hier einst ein besonderer Baum an der Kreuzung mehrerer Bezirksstraßen bezeichnet. Er war „kraus und dicht bewachsen“ und galt schon immer als ein markantes Naturdenkmal „vor dem Tore“, aber nicht am romantischen Brunnen, sondern unmittelbar am Ufer der Erft. Heute erinnert nur noch die Bezeichnung einer trostlosen Kreuzung an den viel zitierten „Krusche Boom“ am Rande der Kreisstadt Euskirchen. Er wurde etwa 1828 gepflanzt und 1975 aus verkehrstechnischen Gründen gefällt. Ein aktuelles Foto, das vor einigen Tagen in der Dämmerung gemacht wurde, erinnert nicht mehr an die wuchtige Linde von einst (…)

 

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(…) Damals wurde bei der Niederlegung eine durchmessergroße Scheibe aus dem Baum herausgeschnitten und einem Interessenten übereignet. Mangels entsprechender Verwendung verblieb jedoch das umfangreiche Holzstück jahrzehntelang in dunklen Abstellkammern und Garagen, ehe schließlich der 92-jährige Bernhard Koch in dem Euskirchener Arzt Dr. Peter de Faber einen dankbaren Abnehmer fand. Dieser wandte sich an den Tischlermeister Heinz Pretzel aus Euskirchen-Obergartzem und beauftragte ihn mit der Umfunktionierung der rohen Holzscheibe zu einer Tischplatte. Da Pretzels Spezialitäten u.a. Nachbau und Restauration alter Möbel und Türen sind, fiel es ihm nicht schwer, ein derartiges Erinnerungsstück einem praktischen Zweck zuzuführen.


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v.l.n.r. Dr. Peter de Faber, Sammler Bernhard Koch, Regionalhistoriker Hans-Dieter Arntz, Tischlermeister Heinz Pretzel


Die engagierten Euskirchener Heinz Pretzel und Dr. de Faber wollten nun etwas über die Historie des „Krusche Boom“ erfahren, was auf einer Plakette festgehalten werden soll. Gerne war ich bereit, unter Berücksichtigung lokaler Zeitungsartikel etwas Regionalkundliches beizusteuern, was ich mit dem beigefügten Online-Artikel tue. Patienten werden also künftig im Wartezimmer des Euskirchener Arztes Dr. Peter de Faber erfahren, an welchem „Relikt Euskirchener Natur- und Heimatgeschichte“ sie Platz genommen haben (…).

 

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(…) Die Anwesenheit bei der Bearbeitung der Holzscheibe war für mich somit der eigentliche Anlass, auch für meine regionalhistorische Homepage eine kleine „Baum-Chronik“ zu verfassen (…).

Der vollständige und bebilderte Artikel kann mit folgendem Link abgerufen werden:

08.01.2018

Zum Antrag einer „Dr. Moshe (Moritz)-Wallach-Straße“ in Köln. Hilfe auch durch „Kölner EXPRESS“ (28.12. 2017)

Unter Vorlage meines Artikels Dr. Moshe (Moritz) Wallach – Mediziner, jüdischer Pionier in Erez Israel und Ehrenbürger der Stadt Jerusalem beantragte ich am 14.11. 2017 bei der Stadt Köln die Benennung einer Straße nach dem verdienstvollen Sohn der Domstadt. Es möge doch künftig heißen: „Dr.Moshe (Moritz)-Wallach-Straße“. Die Begründung ergibt sich aus der Darstellung auf den Seiten 147–157 des Eifeljahrbuches 2018.

Die avisierte Straßenbenennung in Köln soll als posthume Ehrung des berühmt gewordenen jüdischen Mediziners Dr. Moshe (Moritz) Wallach gelten, der in der Domstadt geboren wurde und in seiner Jugend (anno 1876) im Filzengraben Nr. 25A und in der Rheinaustraße Nr. 15(anno 1888) wohnte. Im Jahre 1957 wurde er aufgrund seiner medizinischen und menschlichen Leistungen zum ersten Ehrenbürger der Stadt Jerusalem ernannt. An sein Lebenswerk sollte aber auch in Köln erinnert werden! (…)

Ende des letzten Jahres stellte ich mein Projekt den Lesern meiner regionalhistorischen Homepage vor: Antrag von Hans-Dieter Arntz zur Straßenbenennung in Köln nach Dr. Moshe (Moritz) Wallach . Die Begründung sei kurz zusammengefasst:

(…) Dr. Moritz Wallach, ein aus dem Rheinland stammender orthodoxer Jude, berufen zur praktizierten Nächstenliebe und in seiner Lebensleistung vielleicht mit einem Albert Schweitzer vergleichbar, verblieb an der Stelle – in Palästina, dann in Israel –, die er sich ausgesucht hatte. Dass er auch heute immer noch für den Staat Israel Vorbild und von Bedeutung ist, erkennt man an der Tatsache, dass selbst das Außenministerium ihn und sein Sha`are Zedek Hospital im Internet präsentiert( …).

Seitdem gab und gibt es viele positive Reaktionen. Die Arbeitsgemeinschaft Saar der Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. gehörte zu den ersten, die meinen Antrag online unterstützten.

 


Die deutschsprachige Website HaGalil - das „größte jüdische Online-Magazin in deutscher Sprache“ mit etwa 200.000 Zugriffen täglich – veröffentlichte am 22. Dezember 2017 meinen 10-seitigen Artikel Dr. Moshe (Moritz) Wallach – Mediziner, jüdischer Pionier in Erez Israel und Ehrenbürger der Stadt Jerusalem (Eifeljahrbuch 2018, S. 147-157) vollständig und wies in der Einleitung auf meinen Antrag auf Straßenbenennung nach Dr. Moshe (Moritz) Wallach hin.

Von den größeren Tageszeitungen beeindruckte das Kölner Boulevardblatt „EXPRESS“, das am 28. Dezember 2017 einen ganzseitigen Bericht veröffentlichte und dadurch sicher mein Projekt bekannt machte. Der Bericht stammt aus der Feder des bekannten Journalisten Ayhan Demirci:

 

 Zur Vergrößerung des Artikels klicken Sie bitte HIER!

04.01.2018

Erinnern – eine Brücke in die Zukunft. Jugend- und Schülergedenktag 2018

Der Veranstaltungskalender des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln weist auf eine Veranstaltung hin, in der seit 1998 Kölner Schüler einen besonderen Bogen aus der Vergangenheit in die Gegenwart und zugleich eine Brücke in die Zukunft schlagen. Ich weise auf diese Möglichkeit der „Vergangenheitsbewältigung“ hin, die als „Kölner Konzept“ auch den Schulen des Kreises Euskirchen als Vorbild dienen könnte.

 

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Rechtzeitig zum 27. Januar 2018 – dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus – präsentieren wieder Kölner Jugendliche künstlerische Projekte, die ihrer Meinung nach das Leben im Nationalsozialismus und während der Rassenverfolgung ausdrücken. Hierzu gab es die bekannten Arbeitshilfen:

test„Quellen“ zu finden ist oft gar nicht so schwer. So kann man nach Material im familiären Kreis (Briefe, Erzählungen, Fotos, Gegenstände) suchen, man kann Interviews mit Passanten auf der Straße führen, mit Menschen in Senioreneinrichtungen sprechen, alte Zeitungen oder Bücher analysieren, oder in Archiven recherchieren. Hier hilft zum Beispiel die Bibliothek des NS-Dokumentationszentrums. Aber auch im Internet stehen Materialien bereit…

Die kleine Ausstellung Erinnern – eine Brücke in die Zukunft. Jugend- und Schülergedenktag 2018 ist in der Zeit vom 19. Januar bis zum 4. Februar 2018 im „Gewölbe des Kölner EL-DE-Hauses“ für einen kleinen Unkostenbeitrag geöffnet.

01.01.2018

Zum Jahresbeginn 2018

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Liebe Freunde und Leser meiner regionalhistorischen Homepage,

wie Sie wissen, befasse ich mich inzwischen seit mehr als 40 Jahren mit der Regionalhistorie des Rheinlandes und der Nordeifel.

Erneut möchte ich mich nun wieder zum Jahresende bei denen bedanken, die mir bei der ehrenamtlichen Arbeit geholfen haben. Dies bezieht sich u.a. auch auf die vielen Archive und die leider immer weniger werdenden „Zeitzeugen, deren Zeuge“ ich werden konnte. Besonders angesprochen sind die immer zahlreicher werdenden Lesern meiner regionalhistorischen Homepage, denen ich ebenfalls heute ein glückliches Neues Jahr wünschen möchte.

Wie Sie wissen, liegt meinem „Versöhnungskonzept durch persönliche Kontakte“ nicht nur das Regionalhistorische, sondern seit Jahrzehnten ganz besonders die Aufarbeitung der deutsch-jüdischen Geschichte im Bereich Bonn-Köln-Aachen am Herzen. Dass sich daraus eine sehr stark frequentierte „Anlaufstelle“ für christlich-jüdische und deutsch-jüdische Kontakte entwickelt hat, war anfangs nicht abzusehen. Insofern freue ich mich immer wieder über das Lob, meine regionalhistorische Homepage wäre für viele im Ausland lebenden Rheinländer, aber ganz besonders für die aus der Eifel und Voreifel stammenden jüdischen und auch nicht-jüdischen Familien, eine „Verbindung zur alten Heimat.“

Die Leser meiner stark frequentierten Website finden auch viele Fotos von meinen Aktivitäten und aus meinen Publikationen im Internet:

 

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Unter den Briefen und E-mails waren auch dieses Jahr wieder viele Grüße von in- und ausländischen Archiven sowie Lesern aus Israel, England und den USA. Darüber freue ich mich immer wieder. Vielen Dank!

Inhalt meiner regionalhistorischen Homepage:

Bücher und weitere Publikationen in historischen Jahrbüchern (ab 1972)

Neuerscheinungen: Vorstellung dieser Bücher

Gesamtaufstellung der Publikationen in regionalen Jahrbüchern oder historischen Websites (ab 1972)

Gesamtaufstellung der Zeitungsartikel zu regionalhistorischen Themen (ab 1978)

NEWS: Nachrichten, kleinere Artikel und Berichte ( 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 20102009, 2008, 2007, 2006)

ARTIKEL: Detaillierte Abhandlungen zu den o. a. Gesamtthemen

 

Ich wünsche allen ein frohes Neues Jahr 2018 sowie a „wonderful Holiday Season and a Happy and Peaceful New Year“

Ihr/Euer
Hans-Dieter Arntz

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