Eine Euskirchenerin als Zeugin für die Seligsprechung der bayerischen Bauernmagd Therese Neumann : Maria Müller aus Wißkirchen

von Agnes Remer
in: Jahrbuch 2012 des Kreises Euskirchen, S.157-166
23.11.2011

Maria Müller aus Wißkirchen: eine bedeutende Katholikin, Pädagogin, Schriftstellerin und Verlegerin

 

Als sich am 19. Februar 2008 Toni Siegert - Mitglied der vom Regensburger Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller eingesetzten Historischen Kommission zur Bearbeitung der Causa Theresia Neumann (CThN) – an mich wandte und um meine Mitarbeit bat, war ich sehr überrascht. Immerhin handelte es sich um eine Anfrage, die mit der Seligsprechung der bayerischen Bauernmagd Therese Neumann (1898-1962) zu tun hatte.

Rückblick: Mit einem Schreiben vom 28. Oktober 2003 bat der Postulator Avv. Dr. Andrea Ambrosi (Rom) um die Eröffnung des Selig- und Heiligsprechungsprozesses „für die Dienerin Gottes Therese Neumann, welche am 18. September 1962 in Konnersreuth im Ruf der Heiligkeit verstorben ist.“ Sein Gesuch um ihre Seligsprechung hatte 40.000 Unterstützer gefunden. Daher eröffnete der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller im Jahr 2005 dieses Verfahren, nachdem er das erforderliche Nihil obstat(1) von der römischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse erlangt hatte.

Rath

Maria Müller (l.) und ihre Mitarbeiterin
de Rath

Nach den heute gültigen Rechtsnormen für die Durchführung von Selig- und Heiligsprechungsprozessen sind intensive Nachforschungen über die Schriften und andere Dokumente, „welche sich auf die Dienerin Gottes, auf ihre Tugenden und ihr gesamtes Leben beziehen, durchzuführen.“ Der Bischof von Regensburg, Dr. Gerhard Ludwig Müller, legte am 19. März 2004 die Zusammensetzung der Historischen Kommission fest, zu deren Vorsitzenden er den Universitätsprofessor Dr. Karl Hausberger aus Regensburg bestimmte. Als Mitglieder und historische Sachverständige der Kommission wurden PD Dr. Stefan Samerski und der bereits erwähnte Toni Siegert aus Scheyern ernannt. Auf Bitte dieser Kommission sollte ich eine kleine Biographie von Maria Müller aus Wißkirchen erstellen, da sie – meine leibliche Großtante – nachweisbar in Kontakt mit Therese Neumann war.

Durch private Studien erfuhr ich, dass Therese Neumann als „Resl von Konnersreuth“ (vgl. Film bei YouTube) weltweit durch angebliche Stigmata, die sich ab 1926 bei ihr gezeigt haben sollen, bekannt wurde. Auch wird behauptet, dass sie seit 1926 außer der Kommunion weder gegessen noch getrunken habe. Bei ihren Visionen, die vor allem die Passion zum Inhalt hatten, soll sie auch in der Lage gewesen sein, aramäisch, die Sprache Jesu, zu hören und anschließend für Sprachexperten verständlich wiederzugeben. Weiterhin wird behauptet, dass sie aufgrund einer „ Fürsprache der heiligen Therese von Lisieux mehrfach von schweren Erkrankungen geheilt worden“ sein. Heute ist ihr Grab in Konnersreuth das Ziel von Pilgern und Touristen aus aller Welt.

Bisher war mir nicht bekannt, dass diese „Resl“, wie sie im Volksmund genannt wurde, heute einen festen Platz in der Volksfrömmigkeit der römisch-katholischen Kirche in Bayern hat und zudem mit meiner Großtante gelegentlich in Verbindung stand. Über den Verfasser der Chronik des Gymnasiums Marienschule Euskirchen(2) war Toni Siegert auf meine Großtante, Maria Müller aus Wißkirchen (1861–1944), gestoßen, die im Jahre 1898 diese höhere Schule in der Voreifel gegründet hatte und später als bedeutende Katholikin, Pädagogin, Schriftstellerin und Verlegerin bekannt wurde. Aber dass sie mit Therese Neumann in Verbindung stand, war mir bis zu diesem Zeitpunkt wirklich unbekannt, passt aber durchaus zu ihrem Lebensbild.

Der Wissensstand der Historischen Kommission zur Bearbeitung der Causa Theresia Neumann (CThN) wurde folgendermaßen konstatiert:

„...Dabei stoße ich auf Information zu der späteren Kölner Verlegerin Maria Müller und zu deren erstaunlichen Frühgeschichte als Lehrerin in Euskirchen. Maria Müller begegnet uns am Rande der Causa gegen 1930/31 wiederholt in den Akten. Damals stand sie in engem Kontakt mit Dr. Fritz Gerlich, der mit Hilfe ihrer St.-Josefs-Druckerei seinen Plan einer katholischen Kampfzeitung gegen die Nationalsozialisten realisieren wollte. Wegen verschiedener Gründe - u.a. wegen des schlechten technischen, herunter gewirtschafteten Zustandes von Setzerei und Druckerei - kam das Projekt dann doch nicht zustande. Gerlich entschloss sich daher für eine Druckerei in München, wo der „Illustrierte Sonntag" als Vorgänger des „Geraden Weg" gegründet wurde. Am 9. März 1933 wurde er verhaftet und am 30. April 1934 im KZ Dachau ermordet.

Frau Müller hatte damals auch engen Kontakt zu Therese Neumann. Es gibt eine briefliche Korrespondenz. Mindestens einmal war sie in Konnersreuth und sprach mit der Stigmatisierten. Daher besteht eine sachliche Relevanz zwischen Maria Müller und der Causa. Rein formal ist daher in jenen Aktenteilen, die für Rom aufbereitet werden sollen und wo die Frau genannt wird, auch eine kurze Biographie beizulegen. Bisher konnte ich keinerlei biographischen Anhaltspunkte zu Maria Müller recherchieren.“ (3)

Schon während meiner Berufstätigkeit als Lehrerin hatte ich mich mit der Genealogie meiner Familie befasst, war aber jetzt an einer Vertiefung interessiert. Wie sah die Biographie meiner Großtante Maria Müller aus?

 

Überzeugte Katholikin und Pädagogin

Maria Müller, die Schwester meines Großvaters Franz Müller, wurde am 30. Januar 1861 in Wißkirchen geboren. Ihr Vater war der Ackerer Heinrich Müller, der dort einen großen Hof zusammen mit seiner Frau Anna Margaretha geb. Bönsch bewirtschaftete. Er war Mitglied des Gemeinderates in Wißkirchen und Rendant der Kirchenverwaltung. Von seinen 6 Kindern lebten bei seinem Tod 1883 drei im Ordensstand in den Niederlanden: sein Sohn, Pater Heinrich Müller in Steyl, und bei den Ursulinen in Grubbenvorst zwei Töchter, Mère Ignace (Odilia Müller) und Mère Bernadine (Gertrud Müller).
Der älteste Sohn, Wilhelm Müller, betrieb Ende der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts eine eigene Posthalterei zunächst in Euskirchen, später dann in Wipperfürth im Bergischen Land. Der jüngster Sohn Franz übernahm 1883 den elterlichen Hof in Wißkirchen. Maria Müller war damals 22 Jahre alt. In den familiären Unterlagen taucht sie erst 1889 auf als Beteiligte in einem Pachtvertrag zwischen meinem Großvater, Franz Müller, und dessen Geschwistern auf. Hier verhandelt Missionspriester Heinrich Müller als Bevollmächtigter seiner drei Schwestern, den beiden Ordensschwestern Mère Ignace, Mère Bernadine und der Maria Müller. In einer Notiz unter dem Vertrag erklärte sie sich resolut zu den Vertragsbedingungen nur bereit, wenn sie „das Recht bekommt, Land zu verkaufen bis zu Hälfte“.

Ein Jahr später (1890) erteilte „sie, Maria Müller, Klosterschwester zu Steyl in den Niederlanden, eine umfangreiche Generalvollmacht an den Pfarrer Bong zu Dedenborn und den jeweiligen Pfarrer aus Wißkirchen, beiden zusammen und auch jeweils alleine und besonders Vollmacht, alle meine Angelegenheiten zu besorgen insbesondere für mich und in meinem Namen“. Der erwähnte Pfarrer Bong war ein Onkel von ihr und stammte ebenfalls aus Wißkirchen.

Wahrscheinlich hat meine Großtante in Steyl studiert, die Befähigung für das Lehramt erworben und dann irgendwann das Kloster verlassen. Jedenfalls waren ihr die finanziellen Angelegenheiten sehr wichtig. Aufgrund einer Klausel im Pachtvertrag wollte sie jederzeit oder zumindest kurzfristig über ihren Teil des elterlichen Vermögens verfügen können. Ihre Generalvollmacht sollte wahrscheinlich verhindern, dass ihr Vermögen an das Kloster ging. Maria Müller war als überzeugte Katholikin ungemein engagiert. So war es ihr ein besonderes Anliegen, die Mädchenbildung zu fördern. Hierbei beabsichtigte sie, selbst eine katholische, private, höhere Mädchenschule zu gründen und dort ihr Vermögen einzubringen.

Das wollte sie zuerst in Bergisch Gladbach realisieren. In der Chronik „Schule im Bergisch Gladbach und Bensberg 1815-1918“ beschreibt Anette Hild-Berg in ihrem Beitrag „Frauen und Bildung im 19. und frühen 20.Jahrhundert“(4) ausführlich die dortige schulische Entwicklung. Interessant ist, dass in Bergisch Gladbach mit seiner vorwiegend katholischen Bevölkerung die Initiative für die Gründung einer höheren Mädchenschule von der kleinen protestantischen Bevölkerungsschicht ausging. Hierbei handelte es sich zwar nur um wenige, aber sehr einflussreiche, reformierte Industriellen und Kaufleuten.

Deshalb forderte nun auch die katholische Mehrheit eine eigene katholische höhere Mädchenschule. Doch die königliche Regierung entschied sich am 23. August 1895 gegen die katholische Mehrheit und konzessionierte die evangelische Schule als simultane höhere Mädchenschule. Unabhängig von diesem Beschluss „wurde die katholische Lehrerin Maria Müller aus Wißkirchen nach Bergisch Gladbach berufen, und die Schulkommission erteilte ihr im Oktober 1895 die widerrufliche Erlaubnis zur Errichtung einer katholischen Familienschule“.

Als ein halbes Jahr später, im März 1896, die Schülerzahl von 12 auf 18 angestiegen war, wurde die Umwandlung dieser Schule in eine höhere Privatschule notwendig. Da die Regierung sich schon früher gegen zwei konfessionell getrennte private höhere Mädchenschulen ausgesprochen hatte, „ersuchte Maria Müller am 31. März um die Leitung einer Privatschule ohne konfessionellen Charakter, was die städtische Schulkommission in ihrer Sitzung am 22. April 1886 auch befürwortete“. Pfarrer Rehse und der Vertreter des Bürgermeisters Echelmeyer stimmten jedoch gegen diesem Beschluss. Doch das Ringen katholischer Kreise um die Errichtung einer eigenen katholischen, privaten, höheren Mädchenschule dauerte an, so dass die Regierung schließlich erneut die Notwendigkeit prüfte.

 „Unter der Voraussetzung, daß sowohl ein geeigneter Schulraum als auch die Lernmittel sichergestellt seien, erwarte man den durch Vermittlung der Ortsschulkommission und des Kreisschulinspektors einzureichenden Antrag der Privatlehrerin Müller auf Einrichtung und Leitung einer katholischen höheren privaten Mädchenschule. Diesem Antrag sollten Lebenslauf, Prüfungszeugnisse sowie Lehr- und Stundenpläne beigefügt werden. In der Sitzung vom 26.Februar 1897 erkannte die Ortsschulkommission nun einstimmig das Bedürfnis auf Errichtung einer katholischen, privaten, höheren Töchterschule an und beschloß dies bei der königlichen Regierung zu befürworten“. Am 15. April 1897 erhielt Maria Müller die widerrufliche Konzession für die Errichtung einer katholischen privaten höheren Mädchenschule. „Es hatte fast zwei Jahre gedauert, bis sich die katholische Kirche gegen die starke evangelische Lobby durchsetzten konnte“.

Maria Müller war eine starke und durchsetzungsfähige Frau, die mit viel Kraft und Elan für ihre Vorstellung von einer besseren Mädchenbildung kämpfte. Obwohl sie ihr Ziel, die Leitung einer eigenen katholischen höheren Mädchenschule, erreicht hatte, verließ sie Bergisch Gladbach schon bald, um in der Kreisstadt Euskirchen erneut für die Errichtung und Leitung einer privaten „Höheren Töchterschule“ zu werben und zu kämpfen. Der Regionalhistoriker Hans-Dieter Arntz stellt ihr erfolgreiches Bemühen in der Chronik des Gymnasiums Marienschule detailliert dar.(5)
 
Dabei musste sie sich anfänglich gegen den Widerstand des Kreisschulinspektors und des Euskirchener Bürgermeisters Selbach durchsetzen, erhielt aber dann am 24. März 1898 die Konzession und eröffnete vier Wochen später, am 21. April 1898, eine private höhere Mädchenschule in Euskirchen. Bemerkenswert ist, dass in ihrer Schule nicht nur katholische, sondern auch evangelische und jüdische Schülerinnen konfessionellen Religionsunterricht erhielten. Aus dieser „höheren Töchterschule“ entstand das bekannte Gymnasium Marienschule. Es lässt sich also vorläufig zusammenfassen, dass Maria Müller wieder in ihre Heimat zurückkehrte und um die Jahrhundertwende zur Entwicklung von Euskirchen – als „Stadt der Schulen“ – beitrug.

 

Rath

Oberstufe der Höheren Töchterschule in Euskirchen (1903)

 

Maria Müllers Freundin, Maria de Rath - eine examinierte Volksschullehrerin – , scheiterte in ihrem Bemühen, in Euskirchen zusätzlich eine Gewerbeschule zu gründen. Es mangelte an Anmeldungen. Daher unterrichtete sie an der höheren Töchterschule in den hauswirtschaftlichen Fächern. Beide Damen wohnten damals in der Wilhelmstraße in Euskirchen. Obwohl die Schule sehr erfolgreich war und die Schülerzahl ständig stieg, musste sie dennoch Ende 1903 wegen Lehrermangels geschlossen werden. Die Ursulinen aus Düren zahlten eine Ablösesumme von 35000 Mark und übernahmen ab 1904 die Weiterführung der Schule. Nach dem traurigen Abschied der Schulvorste­herin Maria Müller am 22. Dezember 1903, wuss­ten die 58 Schülerinnen noch nicht, wann sie wieder zu „ihrer“ Schule kommen sollten. Ein Foto aus diesen Tagen zeigt die Abschlussklasse mit der Schülerin Mize Moll (Mitte). Erst am 6. Januar 1904 bestätigte die Euskirchener Zeitung die kommis­sarische Leitung der Ursulinen, die allerdings noch auf ihre Kon­zession warteten.

 

Schriftstellerin und Verlegerin für den St.-Josephs-Verein

Im Jahre 1904 beginnt ein neuer Abschnitt im Leben von Maria Müller. Nach einigen Jahren der Neuorientierung legte sie mit ihrer Freundin Maria de Rath im Jahre 1908 den Grundstein zum St. Josephs-Verein, der seinen Sitz in Köln, Mozartstraße 54 hatte. Inzwischen war sie 47 Jahre alt und davon überzeugt, nun durch Publikationen ihrer Berufung nachzukommen: sie wollte einen großen Kreis von engagierten Katholiken und Erziehern um sich scharen. Nur so ist ein Auszug aus der Satzung zu verstehen:

„Der St. Josephs-Verein bezweckt die Verbreitung guter Schriften und Bilder und die Verdrängung der schlechten Presse aus den katholischen Familien... Das Vereinsorgan wendet sich besonders an die Frauen und Erziehungsanstalten, um eine gut organisierte Armee zu gewinnen, die mit Klugheit und Ausdauer die Familie vor dem Pesthauche der schlechten Presse bewahrt, nach Kräften für die Verbreitung der guten sorgt, sie durch Abonnieren, Inserieren usw. unterstützt und ganz besonders sich angelegen sein läßt: Die Jugend mit Verständnis und Liebe für diese hohe Aufgabe zu erfüllen...
Vertrauenspersonen in jeder Gemeinde sollen....a) die gute Schriften und Bilder verbreiten, b) die St. Josephskolportage überwachen und leiten c)verhindern, dass die schlechte Presse im stillen, gar unter dem Scheine des Guten, das Volk vergiftet d) besonders die Jugend vor ihrem Pesthauche bewahren.“ (6)

 

Satzung des St. Josephs-Vereins, Cöln, Mozartstraße 54 (1908)

 

 Im Verlag des Vereins erschienen unter anderem die Zeitschrift „Aufwärts“ und eine „Aufwärts-Broschüre“, die sich jeweils mit einem Thema schwerpunktmäßig befasste und als Sammlung in loser Folge veröffentlicht wurde. Dieser neugegründete St. Josephs-Verein wurde in katholischen Kreisen zunächst misstrauisch beäugt und war heftiger Kritik ausgesetzt, weil er als Konkurrenz zum verdienstvollen Borromäusverein erlebt wurde. Georg Kardinal von Kopp, Fürstbischof von Breslau, versuchte jedoch unverzüglich die Spannungen zu entschärfen,(7) und M. Felix, Bischof von Trier, empfahl bereits am 17. April 1908 „wärmstens“ den neuen Verein mit den katholischen Idealen.

Jetzt betrachte man den St. Josephs-Verein von Maria Müller als eine tatkräftige Unterstützung des Borromäusvereins und empfahl ihn seinen Diözesanen. Schon 1908 auf der Bischofskonferenz in Fulda warb der Kardinal bei seinen Amtsbrüdern, sich für den neugegründeten Verein einzusetzen. Am 25.August 1909 folgte eine Empfehlung im Verordnungsblatt der Diözese Breslau. Auch die Vereinsstatuten des St. Josephs-Vereins ließ der Kardinal im Verordnungsblatt der Diözese bekanntgeben, und man konnte davon ausgehen, dass diese Empfehlungen für den St. Josephs-Verein von weitreichender Bedeutung waren.

Im Jahr 1912 erschien im Verlag des St. Josephs-Vereins eine „Aufwärts-Broschüre“ anlässlich des 75ten Geburtstags von Kardinal von Kopp mit dem Titel „Große Männer unserer Tage, Georg Kardinal von Kopp, Fürstbischof von Breslau“. Den Leitartikel, eine Laudatio, verfasste der Ehrenpräsidenten des St. Josephs-Vereins, Alois Fürst zu Löwenstein.(8)

Er war ein in Kirche und Politik einflussreicher Mann. Als 27jähriger 1898 wurde er bereits Vizepräsident des Deutschen Katholikentags und saß ab 1907 als Abgeordneter der Zentrumspartei im Reichstag. In seiner Laudatio schreibt Fürst zu Löwenstein:

 „Kardinal Kopp hat sich nicht damit begnügt, unsern Verein zu empfehlen. In der überwältigen Fülle seiner Arbeit hat er sich auch noch die Mühe genommen, das Organ des Vereins aufmerksam zu verfolgen und der Redaktion wertvolle Winke zu geben. Vor mir liegt ein Handschreiben des Kardinals, in dem er auf einen Fehler hinweist, der unterlaufen war, und in väterlichen Worten Ratschläge für die Zukunft erteilt. So werden mir die Leser des `Aufwärts´ das Scherzwort nicht verargen, daß wir in seinem Jubeljahr Se Eminenz. den Kardinal von Breslau als Mitglied der Redaktion begrüßen.“

In der „Aufwärts-Broschüre“ über Kardinal Kopp würdigt die Schriftstellerin Agnes Siebelt, alias Silesa, den Kardinal in ihrem Beitrag „Aus dem Leben Sr. Eminenz Georg Kardinal Kopp Fürstbischof von Breslau.“

Dort schreibt sie u.a., dass er mit „väterlicher Liebe und Güte für seine Kleriker sorgt: „Einst wurde einer von ihnen schwer krank. Der Arzt verordnete einen fünf Monate langen Aufenthalt in einer Lungenheilanstalt; nur so hoffte er das, Leben des Klerikers zu erhalten. Doch wie sollte das geschehen? Der junge Mann besaß weder Vater noch Mutter und war völlig mittellos...Als der edle Oberhirte von der Sache hörte, befahl er, dass der Kranke sofort in eine Lungenheilanstalt gebracht werde. Er wolle für alle Kosten aufkommen. So geschah es......Der Kleriker genas und arbeitet heute (1912/d.V.) als eifriger Priester im Weinberg des Herrn.“(9)

Bei diesem Kleriker handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Maria Müllers Bruder, den Steyler Pater Heinrich Müller. Aufgrund persönlicher Differenzen mit dem Klerus ist davon auszugehen, dass später Maria Müller durch ihre gute Beziehung zu Kardinal von Kopp Einfluss genommen hat und ihren Bruder im Bistum Breslau unterbringen ließ. Viele Bücher entstanden aus seiner Feder und wurden vom St. Josephs-Verlag in vielen Auflagen publiziert. Leider sind sie in Euskirchener Archiven nicht vorhanden.

 

Publikation von Heinrich Müller im St.-Josephs-Verlag

 

Heinrich Müller starb 70jährig 1926 in Wasach-Obertiefenbach, heute in Oberstdorf eingemeindet. Dort gab es seit 1917 eine Lungenheilanstalt. Maria Müller widmete ihm einen Totenzettel, der im Verlag des St. Joseph Vereins gedruckt wurde. Sie nennt ihn hier den „hochwürdigen Herrn Professor, Heinrich Müller, der als Seelsorger, Lehrer und Exerzitienmeister segensreich in allen Teilen Deutschlands wirkte und als Verfasser vieler apologetischer und aszetischer Schriften in allen Weltteilen“. Es wird von ihr nicht erwähnt, dass er bis zu seiner Entlassung im Jahr 1913 bereits 37 Jahre als Pater im Missionshaus zu Steyl lebte.

Der aus Wißkirchen stammenden katholischen Aktivistin war jedes Mittel recht, um ihr Sendungsbewusstsein erfolgreich zu realisieren. Dabei agierte Maria Müller - auch gelegentlich an den Grenzen der Legalität -, indem sie, wie auch ihr Bruder, Urheberrechte leichtfertig missachtete. Heute kann man die Ansicht vertreten, dass sie in ihrem missionarischen Eifer möglicherweise den finanziellen Nutzen über die satzungsbedingten Gründe ihres Vereins zur Verbreitung religiöser Schriften in den Vordergrund stellte.

 

Inhaberin der Verlags-Druckerei und Buchhandlung Theissing und anerkannte Publizistin

Maria Müller hatte gute Beziehungen zur katholischen Obrigkeit. Sie und ihre Mitarbeiterin Maria de Rath wohnten 1911 in Cöln in der Mozartstraße 54. Das war auch die Anschrift des Verlags des St. Josephs-Vereins. Ab 1913 haben ihre Briefe die Absenderadresse: Cöln Lindenstraße 38. Seit 1911 versuchte Maria Müller fast zwei Jahre lang ihre geerbten Ländereien in Wisskirchen, die damals von der Frau ihres verstorbenen Bruders gepachtet waren, dieser zu verkaufen. Ihre Schwägerin Wilhelmine Müller war aber nicht bereit, das von Maria Müller gepachtete Land zu kaufen. Deshalb wurde sie immer wieder schriftlich von dieser bedrängt und auch genötigt. Maria Müller führte durchaus rigide Verkaufsverhandlungen, um ihre Verlagsprojekte vergrößern zu können. Mehrfach bat sie sogar den „Hochwürdigen Pfarrer Schmitz“ aus Wißkirchen um Vermittlung.

Schließlich gab die Schwägerin den Forderungen von Maria Müller nach. Sie schrieb am 21.Juni 1913: „ Es wäre sehr erwünscht, wenn die Sache in Einigkeit ein Ende nähme. Ich bin daher geneigt, die Kaufsumme in bar zu bezahlen sowie 1/3 des Wertzuwachses zu tragen“.
Maria Müller, die ihre Schwägerin Wilhelmine in Briefen immer siezte, zeigt sich hier wieder als durchsetzungsfähige Frau mit starken wirtschaftlichen Interessen, wenn es um die Realisierung ihrer Ziele ging.

Durch die Verlegung ihrer eigenen Bücher und Schriften und durch die Herausgabe der Bücher ihres Bruders Heinrich Müller sowie auch durch den Verkauf ihrer Ländereien in Wißkirchen schuf sie die wirtschaftlichen Voraussetzungen, ihren Verlag zu erweitern. Schon 1915 wirkte der St. Josephs –Verlag auch in „Mainz, Heiliggrabgasse 3“ recht erfolgreich. Es gab damals neben Köln und Mainz auch Auslieferungslager in Leipzig und Stuttgart. Maria Müller hatte sich seit Mitte des 1. Weltkrieges zu einer bekannten Verlegerin und Publizistin entwickelt. Nun war sie eine Stimme, die im Katholizismus gehört wurde.

Ihre Beziehung zu dem Kölner Verleger Heinrich Theissing (1849-1919) , dessen Verlag und Druckerei sie nach dessen Tod 1919 zunächst weiterführte und dann 1920 durch Versteigerung erwarb, beeinflusste stark ihre weitere publizistische Arbeit. Schon der Bezug zu dem Karl May-Verleger schaffte ihr eine zusätzliche Popularität, den sie auch für ihre katholischen Werke wahrscheinlich auszunutzen bereit war. Die wissenschaftliche Abhandlung von Dr. Andreas Graf Der Verlag von Heinrich Theissing –Karl May und die katholische Publizistik,(10) in der er Theissings umfangreiches Wirken erforschte, ergänzt diesbezüglich:

„Neben Karl May-Publikationen veröffentlichte Theissing hauptsächlich katholische Zeitschriften und Broschüren. Ab 1877 erschien dreimal wöchentlich der politisch orientierte `Rheinische Merkur´ und später dann, seit Oktober 1881, als Tageszeitung. Außerdem hat Theissing ab 1.10 1894 mit dem 41. Jahrgang auch die von Adolf Kolping am 1. April 1854 gegründeten `Rheinischen Volksblätter´ übernommen. Sie blieben bis Nr.27 des 66. Jahrgangs in seinem Verlag. Ab der Nr. 28 des 66.Jahrgangs von 13. Juli 1919 erschienen die `Rheinischen Volksblätter´ in Druck und Verlag des St. Josephs-Vereins GmbH ebenfalls Unter Käster 8.“

Vier Monate später, am 5. November1919, starb Theissing 61jährig in Köln. In einem Nachruf der „Katholischen Volkszeitung“ vom 5.11.1919 wurde er als „grundsatztreu und gewissenhaft“ charakterisiert, „den Idealen des Katholizismus und der Zentrumspartei suchte er nach besten Kräften zu dienen. Ihm wurde bereits anlässlich seines 25jährigen Firmenjubiläums von Papst Leo XIII der Titel eines `Verlegers des Apostolischen Stuhles´ verliehen“. Graf weist dann daraufhin, dass im „Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel“, Nr.28, Leipzig 1920, ein Konkursverfahren eröffnet wurde. Damals ersteigerte Maria Müller die Verlag-Druckerei und Buchhandlung Theissing aus „Köln, Unter Käster 8.“

Die Herausgabe der „Rheinischen Volksblätter“ ging nach Theissings Tod kontinuierlich weiter und erschien weiterhin im Verlag und Druck des St. Josephs-Vereins. Seit der Herausgabe der Nummer 28 des 67. Jahrgangs vom 11. Juli 1920 war Maria Müller die allein verantwortliche Herausgeberin der „Rheinischen Volksblätter“, die weiterhin als Sonntagsbeilage im „Rheinischen Merkur“ erschien.(11) Sie nutzte die Beilage auch in eigener Sache und warb für ihre eigene Buch- und Kunsthandlung, ihre Verlagsbuchhandlung und ihre Buchdruckerei. Den „Rheinischen Merkur“ bot sie werbend den Lesern an: „Katholiken, unterstützt eure Presse!“ Außerdem empfahl sie dort die Aufwärts-Broschüren mit christlichen, und sozialpolitischen Themen, unter anderem: „Staatslehre Leo XIII“, „Kirche und Sozialismus“, „Kirche und die Wohlfahrtsbestrebungen“, „Kirche und die Arbeiter“, „Kirche und die christliche Staatsordnung“, „Katholische Politik“. Ab Januar 1921 veröffentlichte sie in den „Rheinischen Volksblätter“ eine Fortsetzungsserie das Buches ihres Bruders und ehemaligen Steyler Paters Heinrich Müller „Antworten auf Einwürfe gegen die Religion“.

Im gleichen Jahr starb plötzlich ihre Freundin und Mitarbeiterin Maria de Rath im Alter von 57 Jahren. Im Totenzettel würdigt sie ihre Partnerin als Mitbegründerin einer höhere Mädchenschule mit Pensionat in Bergisch Gladbach sowie der bekannten höheren Töchterschule in Euskirchen und als Mitbegründerin des Verlages des St. Josephs-Vereins:

 „In heiligem Drange, immer mehr zu tun zur Ehre Gottes und zum Heile der Seelen, ersteigerte die Verstorbene mit ihrer langjährigen Freundin und Mitarbeiterin im Jahr 1919 die Verlags-Druckerei und Buchhandlung `Heinrich Theissing´ nebst dem `Rheinischen Merkur´. Mit bewunderungswürdiger Tatkraft und rastlosem Eifer widmete sich nunmehr Fräulein de Rath an der Seite ihrer Genossin diesem schwierigen Unternehmen. Neben ihrer Lehrtätigkeit in früheren Jahren machte sie sich in Arbeiterinnen- und Jungfrauenvereinen nützlich und arbeitete in Paramenten-Vereinen zur Zierde des Hauses Gottes. Später wusste sie immer noch in allen Stürmen und Aufregungen eines großen Geschäftsbetriebes ein erhebendes und erbauendes Wort für ihre Untergebenen zu finden... An ihrem Grab trauert tiefbetrübt ihre Mitarbeiterin und Lebensgefährtin und empfiehlt ihre liebe Seele dem Opfer der Priester und dem Gebet der Gläubigen, damit sie um so eher ruhe im ewigen Frieden“.

Maria de Rath wurde in Wißkirchen im Familiengrab Müller beerdigt.

 

Das Wirken in der Zeit des Nationalsozialismus

Unzählig sind die verschiedenen Kontakte von Maria Müller zur katholischen Kirche, ungezählt die Zeitungsartikel und Vorträge zur „Festigung des Katholizismus“. In diese Zeit fällt wohl auch ihre persönliche Begegnung mit Therese Neumann, die nun in absehbarer Zeit selig gesprochen werden soll. Einzelheiten sollen an dieser Stelle noch nicht erwähnt werden, weil diese erst durch die „Causa“ der Seligsprechungs-Kommission präzisiert werden müssen. Somit möchte ich auch in meinen Ausführungen nicht den Untersuchungen der Historischen Kommission zur Bearbeitung der Causa Therese Neumann (CThN) vorgreifen. Es ist jedoch eine Tatsache, dass Maria Müller Anfang der 1930er Jahre mit ihr in nachweisbarem Kontakt war und in den Causa-Akten registriert wird.

Auf die Frage, ob meine aus Euskirchen-Wißkirchen stammende Verwandte irgendwie mit dem Widerstand gegen Adolf Hitler und mit einer katholischen Kampfzeitung gegen die Nationalsozialisten in Verbindung gebracht werden kann, wird sicher auch von der Kommission zurzeit geklärt. Immerhin wurde ihr Partner, Dr. Fritz Gerlich, der mit Hilfe der St.-Josefs-Druckerei von Maria Müller seinen aktiven Widerstand realisieren wollte, am 30. April 1934 im KZ Dachau ermordet.

Festgehalten soll abschließend, dass man in den 1930-er Jahren in Greven’s Adressbuch der Hansestadt Köln unter dem Namen Maria Müller den Hinweis auf die Telefonnummer des Verlags des St. Josephs-Vereins und immer noch die Straßenbezeichnung „Unter Käster 8“ findet. Im Adressbuch der Jahre 1941 und 1942 ist im Straßenteilverzeichnis diese Adresse nicht mehr verzeichnet, so dass man davon ausgehen kann, dass das Gebäude durch Kriegseinwirkung zerstört wurde. Ihre private Adresse war damals: Rheinaustraße 8. Dort wohnte sie zusammen mit ihrer Haushälterin Maria Renn aus Marmagen. Deren Nichte, Katharina Schmitz, geborene Renn, lebt dort noch heute. Die heute 86jährige hat ihre Tante mehrmals in Köln besucht und erinnert sich an die vielen Bilder und Bücher im Haus der Maria Müller. Unvergessen ist ihr nicht nur die freundliche und liebenswerte Frau, sondern deren persönliche Eigenart, dass sie niemals Strümpfe trug und sich nur mit kaltem Wasser wusch.

Während des Krieges zog Maria Müller mit ihrer Haushälterin Maria Renn nach Höningen, das heute der Stadt Rommerskirchen eingemeindet ist. Dort lebten sie im Haus des Priesters Reichsgraf Mariano von Spee und dessen Haushälterin Fräulein Höckesfeld. Der heute gleichnamige Besitzer der Burg Untermaubach in der Gemeinde Kreuzau, Graf Mariano von Spee, erinnert sich gut an seinen Onkel, „der als Divisionspfarrer während des Krieges in Russland war, dort Soldaten betreute und unter harten Bedingungen segensreich wirkte“.

 

 

Maria Müller mit Verwandten in Wißkirchen (ca. 1943)


 
Maria Müller starb in Höningen am 21. Januar 1944. Ihren Tod zeigte der damalige Küster und Organist, Peter Osterspey, an. Dessen damals zwölfjähriger Sohn Peter erinnert sich heute noch an die rüstige, vom Katholizismus überzeugte Dame, der er öfters half, die Tasche zu tragen. Für ihn war sie eine respekteinflößende Persönlichkeit. Die Überführung der Maria Müller nach Wißkirchen fand infolge der Kriegswirren nicht statt.

Nach ihrem Tode wurde Rechtsanwalt Frhr. v. Gagern zum Nachlasspfleger vom Amtsgericht Grevenbroich bestellt. Ihre drei in geistlichen Berufen wirkenden Geschwister waren bereits tot. Erben wurden die drei Kinder ihres verstorbenen Bruders Franz aus Wißkirchen und je zur Hälfte die zehn Kinder ihres verstorbenen Bruders Wilhelm aus Wipperfürth.

 

Zusammenfassung

Maria Müller war schon früh als Klosterschülerin und Klosterschwester beseelt davon, Ihre Vorstellungen von einer besseren Welt außerhalb des Klosters eher realisieren zu können. Mit viel Mut und Entschlossenheit engagierte sie sich leidenschaftlich, ihre Ideen zielstrebig zu realisieren. Ein christlich- katholisches Weltbild sollte sich in der Erziehung und Bildung wie auch in der Familie und der Gesellschaft widerspiegeln und den Menschen eine sichere Wertorientierung geben. In einer Schulgründung oder Verlagsgründung schienen sich ihre Vorhaben am ehesten realisieren zu lassen, auch wegen ihrer finanziellen Möglichkeiten. Bemerkenswert, wie selbstsicher und unerschrocken sie kraftvoll und leidenschaftlich ihre Ziele verfolgte. Dazu gehörten Führungskraft und Durchsetzungsfähigkeit, um als Schulleiterin zwei neue Höhere Schulen zu gründen oder als Geschäftsführerin einen großen Verlag mit Buchhandlung und Druckerei erfolgreich zu leiten.

Sie war eine religiöse Frau, die politisch dem Zentrum nahe stand, einer Partei, die einen politischen Katholizismus vertrat mit sozial religiösen Vorstellungen. Ihre katholische Grundhaltung hinderte sie nicht an der Bereitschaft, in Bergisch Gladbach auch die Leitung einer simultanen Schule übernehmen zu wollen. An der katholische Höheren Töchterschule in Euskirchen gewährleistete sie evangelischen wie auch jüdischen Schülerinnen konfessionellen Religionsunterricht. Sie lebte zwar gemäß ihrer Grundsätze, zeigte sich aber weltoffen. Durch ihre Arbeit als Publizistin lernte sie namhafte Autoren und viele einflussreiche Persönlichkeiten aus Kirche und Politik kennen, mit denen sie sehr konstruktiv zusammenarbeitete. Keineswegs sollte sie in ihrer Heimat Euskirchen und von der katholischen Kirche des Rheinlandes vergessen werden.

 

(1) Nihil obstat (lat. es steht nichts entgegen): Unbedenklichkeitserklärung innerhalb der römisch-katholischen Kirche.

(2) Hans-Dieter Arntz, Unser Weg - Chronik des Gymnasiums Marienschule, Euskirchen 1978.

(3) Schreiben vom 19. Februar 2008.

(4) Anette Hild-Berg, Frauen und Bildung in Bergisch Gladbach im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Schule in
Bergisch Gladbach und Bensberg. Beiträge zur Geschichte der Stadt Bergisch Gladbach Bd. V, 1998, S. 150-155.

(6) Vgl. Satzung des St. Josephs-Vereins zur Verbreitung guter Schriften, Druck Paulinus Druckerei, Trier 1908.

(7) Vgl. Aufwärts-Broschüre im Verlag des St. Josephs-Vereins GmbH, Große Männer unserer Tage: Georg Kardinal Kopp – Fürstbischof von Breslau, Cöln 1912, vgl. Details, S.2 und S. 6-11.

(8) Victor Rödel, Alois Fürst zu Löwenstein, Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL), Verlag Trautgott Bautz, Band V, Spalten 177-178.

(9) Vgl. Aufwärts-Broschüre a.a.O., S. 17-21.

(10) Andreas Graf: Der Verlag von Heinrich Theissing - Karl May und die katholische Publizistik, in: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1995, Seite 101-102.

(11) Digitale Sammlung der Universität Köln, Rheinische Schriften – Volltexte, „Rheinische Volksblätter“ v. 11. Juli 1920. Vgl. auch: www.ub.uni-koeln.de/digital/digitsam/index_ger.html

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